Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

88

Auger ſchien niedergeſchmettert durch dieſe Kund⸗ gebung und ſeufzte tief.

Zum Glücke ſchlug es der Vater aus, ſagte er. Oh! er hatte Muth, denn ich bedrängte ihn ge⸗ waltig.

Wackerer Mann von einem Vater! murmelte der Prieſter.

Da beſchloß ich, mich an die Tochter zu wenden.

Aergerliche Beharrlichkeit!

Glücklicher Weiſe wurden Briefe, Drohungen, Geſchenke, Alles von ihr zurückgewieſen! Ich ſchei⸗ terte unabläſſig und immer!

Das ſind, bei meinem Worte, ehrliche Leute! ſagte der Prieſter.Und wußten ſie, daß Sie im Namen des Prinzen ſprachen?

Sie wußten es, Herr Pfarrer.

*

Ich wundere mich, daß Sie dieſe Leute nicht geſchont haben, da Sie dieſelben ſo beharrlich in

ihrer Redlichkeit ſahen.

Verhärtet, Herr Pfarrer, ich war verhärtet, ſage ich Ihnen! rief Auger.

Und er ſchluchzte.

Der Prieſter hatte Mitleid mit dieſem großen Schmerze, und um ihn zu beſänftigen, ſagte er:

Das ſind indeſſen keine unverzeihliche Verbre⸗ chen, und Ihre gute Gemüthsart übertreibt die Fehler.

Ei! Herr Pfarrer, Sie wiſſen alſo nicht, daß ich noch nicht beim Ende meiner Erzählung bin?... Ach! die Verbrechen haben auf ſich warten laſſen, doch ſie werden ſogleich kommen.