Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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ich weiß nicht, wie ich eine ſolche Schändlichkeit einem würdigen Manne Ihrer Art erzählen ſoll.

Der Prieſter bekreuzte ſich.

Ich wurde, fuhr Auger fort,ich wurde von Seiner Königlichen Hoheit beauftragt, ein Mädchen von dieſem Quartier zu verführen.

Oh! mein Gott! murmelte der Pfarrer mit einem ſichtbaren Gefühle des Entſetzens.

Ja, Herr Pfarrer, eine ſchöne, reizende junge Perſon, der Stolz und die Hoffnung ihres alten Vaters!

Unglücklicher! Unglücklicher! murmelte der Prieſter.

Sie ſehen wohl, daß ich der Vergebung unwün⸗

dig bin! ſagte Auger.

Nein, denn es iſt keine Sünde ſo groß, daß ſie nicht vergeben werden könnte; aber es iſt gräßlich,

einen ſolchen Auftrag angenommen zu haben!

Ach! ich ſchaudere auch! doch die Gewohnheit

des Verbrechens verhärtet.

Und Sie haben das Unglück gehabt, zu reuſſiren?

Nein, Herr Pfarrer. Der Prieſter athmete.

Hätte ich reuſſirt, Seine Hoheit bezahlte

mich theuer genug, daß es mir gelingen ſollte, hätte ich reuſſirt, ſo würde ich Ihnen nicht ſagen; Ich werde mich tödten, nein, ich wäre ſchon todt!

Fahren Sie immer fort, ſprach der Prieſter.

Sie willigen ein, mich anzuhören, mein Vater?

Ja, Sie intereſſiren mich, erwiederte naiv der

brave Mann.Erzählen Sie weiter, mein Sohn... Bis jetzt ſehe ich noch kein Verbrechen.