Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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rer,ich kann Sie nicht abſolviren, wenn Sie ſolche Projecte haben: der Selbſtmord iſt eine Todſünde; Ihr Verlangen allein, ſich zu tödten, conſtituirt dieſe Sünde: Sie können nicht zerſtören, was Gott ge⸗ macht hat.

Sind Sie ganz ſicher, daß es Gott iſt, der mich gemacht hat, Herr Pfarrer? fragte der Sünder mit jenem ironiſchen Zweifel, von dem er ſchon ein erſtes Mal ein Zeichen gegeben hatte.

Der Pfarrer ſchaute denjenigen an, welcher ihn fragte, und antwortete ſodann wie ein Menſch, deſſen Verſtand dem Glauben eine ungeheure Conceſſion gewährt:

Ich muß es glauben, wie ich an den Teufel glaube, da in der Schrift ſteht, Gott habe den Mann und das Weib gemacht.. Ich wiederhole Ihnen alſo, wenn Sie ſterben, ſo werden Sie im Stande der Todſünde ſterben; was keine kleine Sache, beſonders wenn, wie Sie ſagen, Ihr Gewiſſen ſchon beladen iſt.

Beladen, überladen, erdrückt, Herr Pfarrer! ſo daß ich dieſe Laſt nicht mehr ertragen kann, und daß Sie in mir einen Mann ſehen, deſſen ſich die Ver⸗

zweiflung ganz und gar bemächtigt hat.

Ah! ah! ſagte der Pfarrer, in dem die Men⸗ ſchenliebe erwachte und allmälig die Stelle der Furcht einnahm;die Verzweiflung, das heilt ſich.

Oh! Herr Pfarrer, wenn Sie ein Mittel kennen, ſo bezeichnen Sie es mir.

Eriſtirt das Mittel nicht, ſo gibt es wenigſtens den Arzt.. Ich bin dieſer Arzt.

Oh! Herr Pfarrer!

An mich wenden ſich die Seelen, wenn ſie leiden.

Dumas, Ingénue. M. 6