78 „Ein ſchlimmes Geſicht!“ murmelte der Abbé
Bonhomme,„ein ſchlimmes Geſicht!“ 2
Und er ſchaute, ob Demoiſelle Jacqueline, ſeine Dienerin, nahe genug wäre, um ſeinen Ruf zu hören und darauf zu antworten..
Der Mann bemerkte, welche Wirkung er hervor⸗ i brachte, und nahm eine immer demüthigere Miene an.
„Herr Pfarrer,“ ſtammelte er,„ich komme, um d Ihnen eine Mittheilung im Vertrauen zu machen.“
„Ah!“ dachte Bonhomme,„das iſt ein Dieb, den man verfolgt... Schlimme Geſchichte!“
„Mein Herr,“ erwiederte er,„ein Prieſter iſt kein Notar: er empfängt keine vertrauliche Mitthei⸗ f lungen, er hört Beichten.“ g
„Das iſt gerade die Gunſt, die ich von Ihnen zu erlangen wünſche, Herr Pfarrer. Wollen Sie mich u
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Beichte hören?“ fragte der beſtürzte Mann. „Die Peſt über dieſen Burſchen!“ ſagte der Pfar⸗ rer in ſeinem Innern;„ich machte eine ſo gute Ver⸗ ſe dauung, als er kam. „Aber, mein lieber Herr,“ fügte er laut bei, ine Beichte iſt immer etwas ſehr Ernſtes, und das V acht ſich nicht in einem Garten. Warten Sie alſo, bis ich in der Kirche, in meinem Beichtſtuhle bin de dann werden wir ſehen. „In dieſem Falle, Herr Pfarrer, erlauben Sie mir, Sie zu fragen, wann Sie in Ihrem Beichtſtuhle m ſein werden?“ „Morgen, übermorgen. de Der Unbekannte ſchüttelte den Kopf auf eine ver⸗ zu zweifelte Art. „Oh! ich werde nicht bis dahin warten,“ ſagte er.


