nge nei⸗
die en, Un⸗ blüt mir ſelle t!“
hen
iner
71
ſo ſage ich Herr Bontems; ſie befahlen allen Com⸗ miſſären von Paris, ſie befahlen der Maréchauſſée in der Provinz. Für den Herrn Herzog von Or⸗ leans Regenten gab es ſo viele vornehme Damen, daß er nicht bis zu den Bürgersfrauen herabſtieg, und der gegenwärtige Herr Herzog von Orleans ver⸗ ſorgt ſich mit Pferden, Wagen und Maitreſſen in England.“
„Gut! und der Herr Herzog von Richelieu, als er jung war und den Prinzeſſinnen von Geblüt den Hof machte, trotz des Staatsoberhauptes, ihres Va⸗ ters?.. Iſt Mademviſelle Ingénue ſchwieriger zu erlangen, als Mademoiſelle von Valvis, und iſt. Herr Rétif de la Bretonne mächtiger, als Philipp von Orleans?“
„Ich wage es, Eurer Hoheit zu wiederholen, daß ſich alle gute Traditionen verlieren; man muß ſich, wie Herr Mercier ſagt, einem Kataklysmos nähern; was einſt als eine Gnade betrachtet wurde, wird heute eine Schande genannt. Wahrhaftig, Monſeig⸗ neur, entſchuldigen Sie, daß ich Ihnen ſolche Dinge ſage, ich weiß nicht, ob es die Prinzen ſind, welche gehen, oder die ehrlichen Frauen, welche kommen; doch man weicht heute vor Allem zurück, und zum Beweiſe dient, daß Eure Königliche Hoheit mir er⸗ klärt, wenn man die Räuber von Ingénue verfolge, werde ſie mich überliefern, um gehenkt zu werden. Iſt das ermuthigend, Monſeigneur? Ah! man gebe mir einen geheimen Verhaftsbefehl, einen Einlaß in die Baſtille für dieſen Rétif de la Bretonne!... er hat das hundertmal verdient, und es wird ihm kein Unrecht widerfahren; man gebe mir ein Piquet


