Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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mit Leidenſchaft auf die Chance, einige kräftige Hiebe auszutheilen, lauerten und gern einwilligten, ſich in den Winkel der Weichſteine oder in Thorwegezu kauern, um durch eine ſcheinbare, trügeriſche Einſamkeit den Feind der Ruhe von Ingénue anzulocken.

Auger machte den Betrunkenen nach; er hatte ſich als Kutſcher gekleidet. Sein Gefährte, der eben ſo wenig trunken als er, half ihm den Weg verſper⸗ ren; ſie ſangen der Eine und der Andere mit einer weinſchweren Stimme.

Als Rétif zur Einöde der Bernardins kam,— Abends um halb zehn Uhr, eine in dieſen Quartieren ungebührliche Stunde,— ſtolperte Auger, der den Tritt und den Gang ſeiner Opfer erkannte, auf In⸗ génue zu und verſicherte, er wolle ſie küſſen.

Sie ſchrie; er fiel über ſie her, und diesmal hatte er Zeit, ſie in ſeine Arme zu faſſen.

Rétif rief um Hülfe, doch der Gefährte von Auger packte ihn zugleich bei ſeiner Perrücke und bei der Gurgel.

Es war ſchon zu ſpät: das Signal war gegeben, der Ruf war gethan. Unſere zwei Kreuzweghelden ſahen ſich, ehe ſie nur einen Schritt gegen den Fiacre gemacht, von vier kräftigen Burſchen umringt, welche mit Stöcken und mit Ochſenziemern bewaffnet auf den Rücken der Entführer loszuarbeiten anfingen, wobei ſie jeden Schlag mit einem Cpitheton beglei⸗ teten, das um ſo unhöflicher, als es verdient war.

Auger fand ſich alſo genöthigt, Ingénue loszu⸗

laſſen, und ſein Gefährte mußte bei Rétif daſſelbe thun; der Vater und die Tochter benützken dieſes

Verlaſſen, um ihre Thüre zu erreichen und hinter

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