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rocks viel mehr Augen hatte, als Argus, der Spion der Königin der Götter, je an ſeinem ganzen Leibe gehabt haben mochte.
Auger, der Tag und Nacht lief, war am Ende zum Umfallen müde.
In den Kirchen, bei den Kaufleuten ſtand er immer auf der Wache, doch er wurde immer zurück⸗ geſchlagen: zurückgeſchlagen, wenn er verdächtige Emiſſäre ſchickte, denen Rétif de la Bretonne, wie er es ihm verſprochen, unhöflicher Weiſe die Thüre vor der Naſe ſchloß; zurückgeſchlagen, wenn er ſchrieb, oder ſchreiben ließ, und ein altes Weib unter der Haube einer Nachbarin oder der Vermummung einer Devoten ſich Ingénue nähern wollte, um ihr einen Brief zuzuſtecken; zurückgeſchlagen ſogar, wenn er es verſuchte, mit Ingénue, welche ſich übrigens durch⸗ aus nicht hiezu hergab, einen einfachen Blick zu wechſeln.
Es blieb ihm alſo nichts mehr übrig, als Gewalt anzuwenden, wie er dies Rétif de la Bretonne ge⸗ droht hatte. Eines Abends verſuchte er es.
An dieſem Abend kam Ingénue mit ihrem Va⸗ ter von ihrem gewöhnlichen Spaziergange zu Reveillon zurück. Auger fiel wie ein Verzweifelter über ſie her; er wollte die Tochter von ihrem Vater trennen, ſie in ſeinen Armen forttragen, und in einem Fiacre, der an der Ecke der Straße wartete, entführen.
Röétif, ſtatt einen Kampf zu beginnen, in welchem er ſicherlich unterlegen wäre, ſchob ſeinen Stock zwi⸗
ſchen die Beine des Mädchemäubers und ſchrie aus 3
Leibeskräften:„Wache!“ Ingénue, ie ſich nicht im Geringſten um Herrn


