Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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verdoppeln; Ingénue in der Ungewißheit laſſen hieß dagegen ihr Herz dem Zweifel preisgeben.

Ach! rief er,Herr Chriſtian!...

Nun, was? fragte das Mädchen mit einer zurückhaltenden Trockenheit, welche für fünfzehn Jahre ſpäter eine in moraliſcher Hinſicht kräftig conſtituirte dreißigjährige Frau verſprach.Was gibt es gegen Chriſtian zu ſagen?

Daß er ein Lügner iſt.

Er?

Daß es ein Menſch iſt, der Dich zu verführen ſucht wie die Andern.

Warum?

Weil Chriſtian, der Dir geſagt hat, er ſei ein Arbeiter, nicht wahr?

Ja.

Er iſt kein Arbeiter.

Ich weiß es wohl.

Wie! Du weißt es wohl?

Ja, das war leicht zu ſehen.

Und Du haſt es geſehen?

Sogleich... Hernach?

Dieſes ſo bittere hernach piquirte Rétif.

Wie, hernach? fragte er.

Allerdings, hernach? erwiederte Ingénue mit derſelben Feſtigkeit.

Hernach, ſprach der Romanendichter,werden wir unterſuchen, ob Mademoiſelle Ingénue Rétif de la Bretonne, welche die Liebe eines Prinzen aus⸗ ſchlägt, die eines ſchlimmen Subjectes von einem Pa⸗ gen annehmen könnte.