Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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nachdem Du von denjenigen geſprochen, welchen Du nicht liebſt, ſprich mir von dem, welchen Du liebſt!

Ei! Sie wiſſen wohl, wer derjenige iſt, welchen ich liebe, mein Vater.

Gleichviel, nenne mir ihn immerhin.

Es iſt Herr Chriſtian.

Ich vermuthete es, murmelte Röétif.

Und er ließ ſeinen Kopf auf ſeine Bruſt fallen.

Der arme Romanendichter war in der That ſehr in Verlegenheit, wie er auf dem Wege, dem er den⸗ ſelben wollte folgen ſehen, den von ſeiner Tochter angefangenen Roman führen ſollte.

Er befand ſich wieder in der Lage, in der er ſich auf dem Quai geſehen, als der junge Mann ge⸗ fallen war, das heißt, er war unſchlüſſig, ob er In⸗ gönue das Unglück, das ihrem Liebhaber widerfah⸗ ren, erzählen oder nicht erzählen ſollte.

Ein ſchlechtes Gefühl gewann die Oberhand, wie es faſt immer beim Menſchen geſchieht, wenn der Menſch überlegt: Rétif war, was alle Väter ſind, ein wenig eiferſüchtig auf ſeine Tochter; er behan⸗ delte ſie wie eine Perſon ſeiner Einbildungskraft; er wollte nicht, daß dieſes Kind, dem er den Namen Ingénue gegeben, nicht die Treuherzigkeit ſelbſt ſei: das hätte ſeinen dramatiſchen Combinationen Zwang angethan und das Modell verdorben, nach welchem

er alle Tage Greuze⸗Bilder auszuarbeiten beſchäftigt

war. Er wollte lieber nichts ſagen. Geſtehen, daß Chriſtian verwundet war, hieß das Intereſſe und

folglich die Liebe, welche Ingénue für ihn hegte,

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