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„Sechsundzwanzig bis ſiebenundzwanzig Jahre.“
„Guter Gott!“ rief Rétif,„Du hatteſt mir das nicht geſagt, mein Kind!“
„Doch, mein Vater, ich glaube Ihnen geſagt zu haben, getrennt von Ihnen, verirrt auf den Kreuz⸗ wegen, zitternd vor Angſt habe ich den Arm eines nie angenommen, der mich nach Hauſe ge⸗ ührt.“
„Ach! ach! wie viel ſchöne junge Leute in un⸗ ſeren kleinen Angelegenheiten, meine arme Ingénue!“
„Das iſt nicht meine Schuld, mein Vater,“ er⸗ wiederte naiv das Mädchen.
„Nein, mein Kind, es iſt ſicherlich nicht Deine Schuld... Ein ſchöner junger Mann von ſechs⸗ undzwanzig bis achtundzwanzig Jahren.. elegant?“
„Sehr elegant, mein Vater.“
„Das iſt es! Schöne Augen, groß, ſchlank, die Unterlippe ein wenig hängend?“
„Ich vermöchte das nicht zu ſagen.“
„Rufe Deine Erinnerungen zurück.“
„Ich glaube, ja.“
„Es war der Prinz!“
„Ah! wahrſcheinlich!“ rief Ingénue.
„Warum wahrſcheinlich?“
„Weil er mir geſagt hat, um mich zu beruhigen; — ich war erſchrocken über die Gegenwart eines
Menſchen, der uns folgte;— weil er mir geſagt
hutt Seien Sie ohne Furcht, dieſer Menſch gehört mir!““
„Hinterhalte! Fallen!“ rief Rétif. Ach! mein Haus hat ſeine Ruhe verloren... Oh! die Großen! oh! das Volk! oh! die Freiheit!... Nun aber,
Dumas, Ingénue. I. 4


