Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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ben, wie er gelebt hat, und wir ſind mit des Himmels Gunſt auf dem Wege der Wiedergeburt! Hören Sie alſo auf, mich in Verſuchung zu führen, wie Sie es thun, Herr Auger, denn die Verſuchung iſt fruchtlos und wird nur zu Ihrer Beſchämung gereichen; und ſogar, wenn ich Ihnen eine Wahrheit zu ſagen und einen Rath zu geben habe, ſo iſt die Wahrheit, daß Sie ein garſtiges Handwerk treiben, Herr Auger, und der Rath, Sie würden wohl daran thun, dieſen Stand mit einem andern zu vertauſchen und ein ehrlicher Arbeiter zu werden, ſtatt zu ſein, was Sie ſind, verſtehen Sie? ein Werkzeug des Verderbens, der Thränen und der Schande! Das hatte ich Ihnen meinerſeits zu ſagen, Herr Auger; ſodann blieb mir noch Eines beizufügen: daß es, da Sie nichts mehr bedürfen, und ich Ihrer nie bedurft habe, das Beſte iſt, wenn wir uns trennen.

Sehr gern, mein lieber Herr Rétif, denn wahr⸗ haftig Sie ſind nicht mehr beluſtigend, wenn Sie predigen, als wenn Sie ſchreiben; doch unſere Tren⸗ nung auf die Art, wie Sie ſagen, wird mich nöthigen, Ihnen etwas zu bedeuten.

Was?

Etwas Schmerzliches.

Reden Sie, ich warte.

Daß ich Ihnen den Krieg erkläre.

Erklären Sie immerhin.

Und daß ich Sie nach dem Beiſpiele der Ge⸗ nerale, welche Aufforderungen an eine Feſtung haben ergehen laſſen, von dieſem Augenblicke als gebührend aufgefordert betrachte.

Es ſei.