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obgleich Sie die Ihrigen gebrauchen;— Geheimniß, Sicherheit, Glück ohne Aufſehen! Mit einem Worte, jeden Vortheil, weder Jammer, noch Abenteuer, Protection für Ihre Werke, welche nicht Gefahr laufen ſollen, von der Hand des Henkers verbrannt zu werden, Penſionen, Auszeichnungen, Stellen... Gefällt es Ihnen vielleicht, zu reiſen?“
„Nichts von Alle dem gefällt mir! verſtehen Sie, Herr Kuppler?“
„Teufel! Sie ſind ſehr ſchwierig!... Was wollen Sie denn?“
„Ich will, daß meine Tochter ſich ehrlich ver⸗ heirathe.“
„Hiezu kamen wir auf einem Blumenpfade.“
„Ho! ho!“ rief Rötif.
„Es gibt kein ho! ho! Ihre Tochter wird heirathen, darauf gebe ich Ihnen mein Wort.“
„Wie! meine Tochter wird ſich verheirathen, wenn der Prinz ſie entehrt hat?“
„Sie werden ſich alſo immer dieſes einfältigen Wortes bedienen?“
„Ich bediene mich deſſelben, weil es das einzige iſt, das meinen Gedanken ausdrückt.“
„Ei! mein lieber Herr, das beweiſt, daß Ihr
Gedanke faſt eben ſo abgeſchmackt iſt, als das Wort. Die Gunſtbezeigungen eines Prinzen von Geblüt ehren und entehren nicht, verſtehen Sie? die De⸗
moiſelles wie Madmoiſelle Ingénue. Derjenige nun,
welcher ſich nicht geehrt gefunden hätte, Ihre Tochter ohne Namen und Stand zu heirathen, wird ſehr ge⸗ ehrt ſein, ſie geformt durch den illuſtren Umgang mit einem Großen und ausgeſteuert mit wenigſtens


