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„Ei! mir ſcheint...“
„Die Schande! Gut! Mademoiſelle Ingénue Rötif, Baſtardtochter, entehrt, weil ſie einen Prinzen geliebt hat! Bei meinem Worte, das begreife ich nicht! oder haben Sie im Ernſte die Genealogie genommen, durch die Sie ſich vom Kaiſer Pertinax abſtammen ließen?.. Iſt Odette von Champ⸗ divers entehrt geweſen? iſt Agnes Sorel entehrt ge— weſen? iſt Diana von Poitiers entehrt geweſen? iſt Marie Touchet entehrt geweſen? iſt Gabriele dEſtrées entehrt geweſen? iſt Fräulein de la Valliöre entehrt geweſen? ſind Frau von Monteſpan, Frau von Maintenon entehrt geweſen? und Frau von Parabére, Frau von Phalaris, Frau von Sabran, Frau von Mailly, Frau von Vintimille, Frau von Chateaurvux, Frau von Pompadour, iſt Alles dies entehrt gewe⸗ ſen? ſagen Sie mir! Ah! Sie ſind ein Narr mit Ihrer Vornehmthuerei, mein lieber Herr Rétif! Und bemerken Sie wohl, daß ich Ihnen einen herrlichen Theil mache, und daß ich nicht einmal annehme, Ihre Tochter könnte eine Frau von Fontanges ſein.“
„Ah!“ rief Rétif mit einem wachſenden Erſtau⸗ nen, es iſt alſo der König?“
„Beinahe.“
„Der Graf von Prov...“
„Keinen Eigennamen, lieber Herr Rétif! Es iſt Seine Hoheit der Prinz Geld! Was Teufels wollen Sie mehr wiſſen? Und wenn ein Prinz wie dieſer an eine Thüre klopft, mein lieber Rötif, ſo muß man meiner Anſicht nach dieſe Thüre mit beiden Flügeln öffnen!“


