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goldenen Knopfe, eine Toilette, die Sie um fünfzehn Jahre verjüngen und machen wird, daß die Frauen ſich umdrehen, wenn ſie Sie vorübergehen ſehen.“
„Die Frauen?“
„Jo, gerade wie als Sie fünfundzwanzig Jahre alt waren und jene ſchönen Spaziergänge eines ver⸗ liebten Hercules mit Mademviſelle Ginant und drei Anderen machten!... Ah! Sie ſehen, daß ich Ihre Bücher leſe, Herr Rétif de la Bretonne, obſchon ſie ſehr ſchlecht gedruckt ſind; wir wiſſen auch von Ihren Geſchichten, wir haben das Drama: die Braut ſtu⸗ dirt!— Nun wohl, Sie werden Alles bekommen, was ich Ihnen geſagt habe, Herr Rétif de la Bretonne; Sie werden ein Hotel, Meubles und Geld haben; Sie werden Alles das haben und noch mehr, oder ich will meinen Namen Auger verlieren!“
„Doch der Schluß von Alle dem?“
„Der Schluß von Alle dem iſt, daß der Prinz, indem er Ihre Tochter heirathet, ihr alle dieſe Dinge als Mitgift ausſetzt.“
„Ah! Sie ſpotten meiner,“ rief Rétif wüthend, indem er ſeine ſchwarze Sammetmütze auf ſeinen Kopf drückte,„oder Sie kommen im Ernſte und
tragen mir unverſchämter Weiſe einen ehrloſen Han⸗
del an.“
„Ich trage Ihnen allerdings einen Handel an, mein lieber Herr Rétif, nur täuſchen Sie ſich im Beiworte: der Handel iſt nicht ehrlos, er iſt vortre f⸗ lich, vortrefflich für Sie, vortrefflich für Ihre Tochter.“
„Wiſſen Sie, mein Herr, daß das, was Sie mir da anbieten, einfach die Schande iſt?“
„Die Schande? ſind Sie verrückt?“


