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Treuherzigkeit und die Langmuth von Rétif kühn machten.
„Nun, mein Herr,“ fragte Rétif, Auger ſtarr anſchauend,„wo wird er ſie denn heirathen?“
„Hören Sie,“ ſprach Auger, indem er vertrau⸗ lich ſeine breite Hand auf die Schulter des Roma⸗ nendichters legte,„genug der Scherze, und laſſen Sie uns die Frage offen in Angriff nehmen: der Prinz hat Ihre Tochter geſehen, und er liebt ſie.“
„Welcher Prinz?“ fragte Rétif mit eiſigem Tone.
„Welcher Prinz? welcher Prinz?“ verſetzte Auger, ein wenig aus der Faſſung gebracht trotz ſeiner Dreiſtigkeit.„Bei Gott! ein ſehr großer Prinz, un⸗ geheuer reich! Ein Prinz!“
„Mein Herr,“ ſprach der Romanendichter,„ich weiß nicht, was Sie mir mit all Ihrem Lächeln ſagen wollen, doch es verſpricht mir zu viel oder zu wenig.“
„Laſſen Sie mich vor Allem ſagen, was es Ihnen verſpricht, Herr Rétif: Geld, viel Geld, un⸗ geheuer viel Geld!“
Rötif ſchloß die Augen mit einem Ausdrucke ſo ſcharf bezeichneten Ekels, daß Auger raſch beifügte:
„Geld! man ſollte glauben, es ſei Ihnen ſo we⸗ nig in die Hände gekommen, daß Sie nicht wiſſen, was das iſt, Herr Rötif.“
„Wahrhaftig, mein Herr,“ ſprach Rétif,„ich weiß nicht, ob ich ſchlafe oder wache; wache ich, ſo ſcheint mir, ich bin ſehr gut, daß ich Sie anhöre.“
„Hören Sie mich immerhin an, mein Herr, und Sie werden nicht dabei verlieren, denn Sie werden meine Definition des Geldes vernehmen.. Ah!


