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„Wiederholen Sie mir daſſelbe,“ rief der junge Mann ganz in Traurigkeit verſunken.
„Ein Arbeiter, ein Kaufmann werden die einzigen Freier ſein, die ich für meine Tochter annehme.“
„Da ich Arbeiter bin...“ ſagte ſchüchtern Chriſtian.
Rétif erhob aber die Stimme und ſprach:
„Ein Arbeiter? ein Kaufmann? ſchauen Sie Ihre Hände an und laſſen Sie ſich Gerechtigkeit wider⸗ fahren!“
Bei dieſen Worten drapirte ſich Rétif mit einer majeſtätiſchen Geberde in ſeinen ſchlechten Ueberrock, und grüßte den jungen Mann mit einer Miene, welche weder eine Beſtreitung, noch eine Erwiederung
zuließ.
XXIV.
Wie der Verdacht von Rétif auf eine traurige Art beſtätigt wird.
Beinahe weggejagt durch den vom Kaiſer Pertinar abſtammenden Demokraten, ging Chriſtian an dem Tiſche vorüber, auf welchen ſich in dem Augenblicke, wo ihr Vater und ihr Geliebter verſchwunden waren, die troſtloſe Ingénue, zitternd und mit pochendem Herzen, mit den Ellenbogen geſtützt hatte.
Chriſtian zitterte nicht weniger, als diejenige, welche er liebte.
„Gott befohlen, Mademoiſelle!“ ſagte er,„leben Sie wohl! da Ihr Herr Vater der grauſamſte und ſtörrigſte Menſch iſt.“


