Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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Wer iſt da? ſagte er.Guten Tag, mein Herr... Ah! der Herr iſt hier!

Ingénue ſtammelte.

Mein Herr, antwortete Chriſtian, ſich dem guten Manne nähernd,Sie ſind mit Recht erſtaunt, mich bei Mademviſelle zu ſehen...

Ohne Licht! fügte Rétif bei.

Dieſes Wort ohne Licht fiel bleirecht auf das Mädchen, das den Kopf ſenkte.

Wenn Sie nicht etwa der Retter von Ingénue ſind, mein Herr, fuhr der Vater fort,in welchem Falle Sie mich ganz geneigt ſehen, Ihnen zu danken.

Rétif erinnerte ſich ſeiner Vaterſcenen in der Paysanne pervertie; er ſpielte ſeine edle Rolle mit Majeſtät.

Der junge Mann kam nicht aus der Faſſung; indeß Ingénue zitternd ein Licht anzündete, erwie⸗ derte er:

Ich bin ſo eben hierher gekommen, um Made⸗ moiſelle meine Liebe zu erklären.

Ho! ho! rief Rétif ein wenig erſtaunt,Sie kennen alſo Ingénue?

Seit langer Zeit, mein Herr.

Und ich wußte es nicht!

Mademviſelle wußte es auch nicht ich habe nur dreimal die Ehre gehabt, ſie zufälliger Weiſe zu ſprechen.

Wahrhaftig! wie dies?

Mein Herr, ich bewohne ein Zimmer in dieſem Hauſe.

Röétif ging von einem Erſtaunen zum andern über.

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