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ihn heimgeſucht, hatten ihm ein Fieber zugezogen, das ihm nicht geſtattete ein Auge zu ſchließen.
Nie hatte er vor einer wenn auch noch ſo mörderiſchen Schlacht eine ſolche Nacht erlebt.
Glücklicher Weiſe war es ſchon ſehr ſpät; die Nachtwächter riefen drei Uhr, als der Prinz ſich auf ſein Bett warf.
Bei Tagesanbruch ſtand er auf und ging zum Admiral.
Herr von Coligny war ein Frühaufſteher, und der Prinz fand ihn ſchon auf den Beinen.
Als der Admiral Herrn von Condé erblickte, erſchrack er über ſeine Bläſſe und Aufregung.
„Oh mein Gott!“ rief er,„was habt Ihr denn, mein lieber Prinz, was iſt Cuch zugeſtoßen?“
„Ihr erinnert Euch,“ ſagte der Prinz, daß Ihr mich geſtern angetroffen habt, wie ich unter den Steinen im Louvre einen Brief ſuchte, nicht wahr?“
„Ja, und Ihr habt auch das Glück gehabt ihn zu finden.“
„Das Glück! Ich glaube in der That, daß ich dieſen Ausdruck gebraucht habe.“
„War dieſer Brief nicht von einer Frau?“
„Doch.“
„Und dieſe Frau?“
„Sie iſt, wie Ihr geſagt habt, mein Vetter, ein Ungeheuer von Heuchelei.“
„Ah, ah! Fräulein von St. André; es ſcheint, daß von ihr die Rede iſt.“
„Da leſet ſelbſt; dieß iſt der Brief, den ich ver⸗ loren und den der Wind aus einem Schnupftuch entführt hatte, das ſie mir geſchenkt.“


