Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
Entstehung
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raſcher, ſondern thun, als ob nichts vorgefallen wäre. Der Wagenlenker ſchließt ſeine Augen wieder und bleibt unempflndlich gegen die Reize, mit welchen ihn die Natur umgiebt.

Niemand beklagt ſich übrigens darüber, denn es iſt eine ſtillſchweigend angenommene Sache, daß dieſer, von zwei magern Pferden gezogene alte Holzkaſten ſich mit den Flügeln der Jugend nicht verſuchen kann, da er ſonſt denen, die er befördert, gefährlich werden mögte. In einer ſolchen Lage bleiben dem Reiſenden nur drei Dinge

zu thun: er plaudert, wenn er einen Nachbar zum Plau⸗

dern hat, er lieſ't, wenn er ein unterhaltendes Buch hat, oder er ſchläft, wenn er Schlaf hat. Triſtan hatte ge⸗ plaudert, ein Buch hatte er nicht, folglich ſchlief er.

Herr Van⸗Dick hatte ſeine Lectüre beendet und war, wie es ſchien, nicht ſonderlich davon erbaut. Nachdem er das Zeitungsblatt wieder zuſammengelegt, eine Priſe duf⸗ tenden Tabaks geſchnupft und die Brille ſorgfältig in ihr Etui geſteckt, blies er die Tabakskörner von ſeinem Hemde und räuſperte ſich, wie ein Menſch, der nicht mehr weiß, was er thun ſoll.

Triſtan, der nur in einem leiſen Schlafe lag und auf einen Vorwand zum Erwachen wartete, bewegte ſich

und ſchlug die Augen auf. 2*