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ſchwörung, die trotz ihrer Wunderlichkeit eine ge⸗ wiſſe Bedeutung gewann.
Sie wollte mittelſt des Eheverſprechens von der Hand des Königs ſeine Ehe mit Maria von Medici nichtig erklären, ſodann ſich ſelbſt als legitime Gattin und ihre Kinder als die wahren Thronerben anerkennen laſſen. Der Plan war unſinnig; aber der mehrerwähnte Graf von Auvergne, ihr Halb⸗ bruder, und der König Philipp IIl von Spanien fanden das nicht.
Der Graf von Entragues, Vater der Marquiſe, ein Greis von dreiundſiebenzig Jahren, ſowie zwei Engländer Namens Fortan und Morgan betheilig⸗ ten ſich gleichfalls bei der Verſchwörung.
Sagen wit einige Worte über den Grafen von Auvergne, der ſpäter Herzog von Angouleme hieß.
Hätte, meint Tallemant des Réaux, Herr von Angduleme den Gaunerfinn, welchen Gott ihm ge⸗ geben, ablegen können, ſo wäre er einer der größten Männer ſeines Jahrhunderts geworden. Er war ſchön, tapfer, geiſtreich, beſaß Kenntniſſe, verſtand den Krieg, aber er war ſein ganzes Leben lang nur darauf aus, einen Schnitt zu machen, damit er Geld zu verſchwenden hätte, nicht um Geld zu⸗ ſammenzuſcharren. 3
Ueberdieß hatte er eine Falſchmünzerwerkſtätte; nicht als ob er ſelbſt falſche Münze gemacht hätte, dazu war er zu ſehr vornehmer Herr, aber er ließ welche machen.
„Wie viel verdienet Ihr jährlich mit Falſch⸗ münzen?“ fragte ihn Heinrich 1W eines Tags. „Wahrhaftig, Sire, darauf kann ich keine be⸗


