Teil eines Werkes 
12.-16 Bdchn (1847)
Entstehung
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be en. Doch dieſe Vorſichtsmaßregel hätte abermals ihr Mißtrauen verrathen. Als ſie aber hier war, konnte ſie ſich nicht enthalten, André durch ein Zeichen zu rufen und ihn flüſternd zu fragen:

„Wißt Ihr, ob der Rath beendigt iſt?“

„Noch nicht, gnädige Frau,“ antwortete André ganz leiſe.„Ich habe die Räthe noch nicht aus dem Saale weggehen ſehen.“

„Gott befohlen, Gabriel,“ ſagte Diana raſch und laut.„Gott befohlen, Freund! Ihr nöthigt mich, Euch beinahe wegzuſchicken, um Euch zu beweiſen, daß ich Euch nicht zurückhalte. Gott befohlen, aber auf baldiges Wiederſehen!“

„Auf baldiges Wiederſehen!“ ſprach mit einem ſchwermüthigen Lächeln der junge Mann, indem er ihr die Hand drückte.

Er ging. Sie blieb und ſchaute ihm nach, bis die letzte Thüre ſich hinter ihm geſchloſſen hatte.

Dann kehrte ſie in ihr Zimmer zurück und ſank, die Augen in Thränen, das Herz bebend, vor ihrem Betpult auf die Kniee.

„O mein Gott! mein Gott!“ ſprach ſie,„wache im Namen Jeſu über demjenigen, welcher vielleicht mein Bruder, über demjenigen, welcher vielleicht mein Vater iſt. Behüte vor einander die Weſen, die ich liebe, o mein Gott! Du allein vermagſt es.

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