Teil eines Werkes 
8.-11. Bdchn (1847)
Entstehung
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Unfern von ihnen, auf einem von Mänteln gebildeten Bett lag und ächzte der unglückliche Malemort.

Am andern Ende des Zeltes körnte der fromme Lactance knieend voll Eifer und Inbrunſt ſeinen Roſen⸗ kranz ab. Lactance hatte am Morgen bei der Einnahme des Fort von Nieullay das Unglück gehabt, drei von ſei⸗ nen Brüdern in Jeſu Chriſto zu erſchlagen. Er war da⸗ für ſeinem Gewiſſen dreihundert Pater und eben ſo viele Ave ſchuldig. Dies war die gewöhnliche Tare, die ihm ſein Beichtvater für ſeine Todten auferlegt hatte. Seine Verwundeten zählten nur für die Hälfte.

In ſeiner Nähe ſuchte Monnet, nachdem er ſeine von Staub und Koth befleckten Kleider ſorgfältig gebürſtet und gereinigt hatte, mit den Augen einen Winkel des Bodens, der nicht zu feucht wäre, um ſich darauf auszuſtrecken und auszuruhen, da die zu ſehr verlängerten Nachtwa⸗ chen und Strapatzen ſeinem zarten Temperament ganz entgegengeſetzt nat

Zwei Schritte Jon ihm machten Scharfenſtein Oheim und Scharfenſtein Neffe an den Fingern verwickelte Rech⸗ nungen. Sie überſchlugen, was ihnen die Beute vom, Morgen eintragen könnte. Scharfenſtein Neffe hatte das Talent gehabt, ſich einer werthvollen Rüſtung zu bemäch⸗ tigen, und die würdigen Teutonen theilten mit freudigem Antlitz zum Voraus das Geld, das ſie aus dieſer Beute gewinnen könnten.

Die übrigen Kriegsleute würfelten im Mittelpuncte des Zeltes gruppirt, und Spieler und Wettende folgten mit Lebhaftigkeit den verſchiedenen Chancen der Partie.

Ein dickes, rauchiges, im Boden befeſtigtes Licht warf ſeinen Schein auf ihre freudigen oder ärgerlichen Geſichter, und verbreitete ſogar einen Schimmer auf den andern Phyſiognomien, mit den entgegengeſetzten Aus⸗ drücken, die wir im Halbſchatten zu entdecken und zu ſtizziren geſucht haben.

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