Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 9.-12. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Das iſt nicht die Freiheit, erwiederte Pitou. Das find die Menſchenrechte.

Ein anderer Keulenſchlag, mit dem Piton die Verſammlung zum zweiten Mal niederſchmetterte.

Pitou, ſprach Boniface,Du biſt entſchieden ein Gelehrter, und wir bezeigen Dir unſere Ehrfurcht.

Pitou verbeugte ſich.

Ja, ſagte er,die Erziehung und die Erfahrung haben mich über Euch geſtellt, und wenn ich ſo eben ein wenig hart mit Euch ſprach, ſo geſchah es aus Freundſchaft für Euch.

Der Beifallsſturm brach los. Pitou ſah, daß er ſich kühn in die Bruſt werfen konnte.

Ihr habt von Arbeit geſprochen, ſagte er;aber wißt Ihr wohl, was Arbeit iſt? Für Euch beſteht die Arbeit im Holzſpalten, im Schneiden der Ernte, im Vuchelnleſen, im Binden der Garben, im Setzen von Steinen und im Befeſtigen derſelben durch Mörtel... Das iſt die Arbeit für Euch. Nun! Ihr käuſcht Euch, ich allein arbeite mehr, als Ihr Alle, denn ich ſinne auf Eure Emaneipativn, ich träume Eure Freiheit, Eure Gleichheit. Ein einziger von meinen Augen⸗ blicken iſt ſo viel werth, als hundert von Euren Tagen. Die Ochſen, welche arbeiten, thun alle daſſelbe, aber der Menſch, welcher denkt, übertrifft alle Kräfte der Materie. Ich allein bin ſo viel werth, als Ihr Alle.

Seht Herrn von Lafahette: das iſt ein magerer,

blonder Mann, nicht viel größer als Claude Tellier;

er hat eine ſpitzige Naſe, kleine Beine, und Arme wie der Stock von dieſem Stuhl; was die Hände und die Füße betrifft, ſo lohnt es ſich nicht der Mühe, davon zu ſprechen, es wäre eben ſo gut, gar keine zu haben. Nun! dieſer Mann hat zwei Welten auf ſeinen Schul⸗ tern getragen, eine mehr als Atlas, und ſeine Hände, ſie haben die Ketten Amerikas und Frankreichs ge⸗

brochen..

Da nun ſeine Arme dies gethan haben, Arme