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Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 9.-12. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Ich habe an allen meinen Gliedern gebebt, und es hat mir vor den Andern geſchaudert!

Und die Menſchen, die man dort tödiete, waren doch nur Elende.

Damals, Herr Gilbert, haben Sie mir vorherge⸗ ſagt, es werde ein Tag kommen, wo man die ehrlichen Leute tödte.

Man hat den Herrn Baron von Charny ge⸗ tödtet. Ich bebe nicht mehr, ich weine; es ſchaudert vict mehr vor den Anderen, ich habe Furcht vor mir ſelbſt.

Billot! verſetzte Gilbert.

Doch ohne zu hören, fuhr Billot fort:

Hier iſt ein armer junger Mann, den man ge⸗ mordet, Herr Gilbert; es war ein Soldat, der ge⸗ kämpft hat; er mordete nicht, aber man hat ihn er⸗ mordet.

Billot ſtieß einen Seufzer aus, der aus der tiefſten Tiefe ſeines Innern zu kommen ſchien.

Ah! der Unglückliche, ſagte er,ich kannte ihn als Kind, ich ſah ihn von Bourſonne nach Villers⸗ Cotterets auf ſeinem kleinen Grauſchimmel vorüber reiten, er brachte den Armen Brod von ſeiner Mutter.

Es war ein ſchönes Kind mit weiß und roſigem Geſichte, mit großen blauen Augen, er lachte immer.

Nun! es iſt ſeltſam, ſeirdem ich ihn hier blutig, entſtellt ausgeſtreckt geſehen habe, iſt das nicht mehr

lächelnde Kind, das am linken Arme einen Korb und

mit der rechten Hand ſeine Börſe hält.

Ah! Herr Gilbert, wahrhaftig, ich glaube, es iſt ſo genug, und ich fühle nicht Luſt in mir, mehr zu ſehen, denn Sie haben es mir vorhergeſagt, wir werden kommen, daß ich auch Sie ſterben ſehe, und

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Gilbert ſchüttelte ſanft den Kopf und erwiederte:

ein Leichnam, was ich wiederſehe, es iſt immer das

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