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Auf das Geſchrei der Frauen, welche durch dieſe OHeffnung ſchon den Tod eintreten zu ſehen glaubten, kam der König zurück.
„Sire,“ ſagte Charnh,„ſchließen Sie ſich mit der Königin im entfernteſten Cabinet ein; verriegeln Sie hinter Ihnen alle Thüren; ſtellen Sie zwei von uns hinter die Thüren. Ich verlange der Letzte zu ſein und die letzte zu bewachen⸗ Ich ſtehe für zwei Stunden; ſie haben mehr als vierzig Minuten gebraucht, um dieſe zu durchbrechen.“
Der König zauderte; es kam ihm demüthigend vor, ſo von Zimmer zu Zimmer zu fliehen, ſich hinter jeder Scheidewand zu verſchanzen.
Hätte er nicht die Königin gehabt, er wäre nicht einen Schritt zurückgewichen.
Hätte die Königin nicht ihre inder gehabt, ſie wäre ſo feſt geblieben, als der König.
Aber, ach! arme Menſchen! Könige oder Unter⸗ thanen, wir haben immer im Herzen eine geheime Oeff⸗ nung, durch welche die Kühnheit flieht und der Schrecken eintritt.
Der König war alſo im Begriff, den Befehl zu ge⸗ ben, in das abgelegenſte Cabinet zu fliehen, als plötzlich die Arme ſich zurückzogen, die Piken und die Bajonette verſchwanden, die Schreie und die Drohungen erloſchen.
Es trat ein Augenblick des Stillſchweigens ein, wo jeder Mund offen, jedes Ohr geſpannt, jeder Athem gehemmt blieb.
Dann hörte man den abgemeſſenen Schritt einer regelmäßigen Truppe..
„Das iſt die Nationalgarde!“ rief Charny.
„Herr von Charny! Herr von Charny!“ rief eine Stimme.
Und zu gleicher Zeit erſchien das wohlbekannte Geſicht von Billot an der Oeffnung.
„Billot!“ rief Charny;„Sie ſind es, mein Freund?“


