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und man wird wohl eine Stunde brauchen, um uns zu tödten, wenn wir uns wohl vertheidigen. Binnen einer Stunde muß man nothwendig Ihren Majeſtäten zu Hülfe kommen.“
Und bei dieſen Worten packte Charny einen unge⸗ heuren Schrank, der in der Ecke des königlichen Zim⸗ mers ſtand.
Man folgte ſeinem Beiſpiel, und bald war eine Menge von Meubles aufgehäuft, durch welche ſich die Garden Schießſcharten machten, um durchzufeuern.
Die Königin nahm ihre zwei Kinder in ihre Arme, erhob ihre Hände über ihrem Haupte und betete.
Die Kinder erſtickten ihr Schluchzen und ihre Thränen.
Der König ging in das an das Oeil⸗de⸗Boeuf an⸗ ſtoßende Cabinet, um einige koſtbare Papiere zu ver⸗ brennen, die er den Angreifenden entziehen wollte.
Dieſe wütheten gegen die Thüre. Jeden Augen⸗ blick ſah man ein Stück davon unter der Schneide einer Axt oder unter der Wucht eines Brecheiſens ſpringen.
Durch die Oeffnungen drangen die Piken mit der gerötheten Zunge, die Bajonette mit der blutigen Spitze und ſuchten den Tod zu bereiten.
Zu gleicher Zeit durchlöcherten die Kugeln den
Rahmen über der Barricade und durchfurchten den Gyps des vergoldeten Plafond.
Enblich ſtürzte eine Bank von dem Schranke herab.
Der Schrank ſpaltete ſich; eine ganze Füllung der Thüre, welche dieſer Schrank bedeckte, öffnete ſich gähnend wie ein Schlund, und man ſah durch die erweiterte Oeff⸗ nung, ſtatt der Bajonette und der Piken, blutige Arme dringen, welche ſich an die Oeffnungen anklammerten, die ſich immer mehr erweiterten.
Die Garden hatten ihre letzte Patrone verbrannt,
und zwar nicht unnütz, denn durch die zunehmende
Oeffnung ſah man den Boden der Gallerie mit Ver⸗ wundeten und Todten beſtreut.
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