Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 9.-12. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Folgen wir zuerſt derjenigen, welche zur Wohnung des Königs hinaufgeht.

Habt Ihr das Gewäſſer bei großen Fluthen ſtei⸗ gen ſehen? MNun! die Volksfluth iſt dieſem ähnlich, nur daß ſie immer vorrückt, ohne zurückzuweichen.

Die ganze Bewachung des Königs beſteht in die⸗ ſem Augenblick aus dem Mann, der vor der Thüre Schildwache ſteht, und aus einem Officier, der haſtig aus den Vorzimmern heraustritt, bewaffnet mit einer Sſeeih⸗ die er dem erſchrockenen Schweizer ent⸗ riſſen hat.

„Wer da!“ ruft die Schilbwache,„wer da!“

Und da keine Antwort gegeben wird und die Fluth

immer mehr ſteigt, ruft ſie zum dritten Male: „Wer da!“

Und ſie ſchlägt an. Der Offieier begreift, was aus einem Schuß, in

ſperrt mit ſeiner Hellebarde die Treppe in ihrer gan⸗ zen Breite.

„Meine Herren! meine Herren!“ ruft er,„was wollt Ihr? was verlangt Ihr?“

„Nichts, nichts,“ antworteten ſpottend mehrere Stimmen.„Laſſen Sie uns vorbei; wir ſind gute Freunde Seiner Majeſtät.“

„Ihr ſeid gute Freunde Seiner Majeſtät, und Ihr bringt ihr den Krieg„

Diesmal keine Antwort... Ein unheimliches Ge⸗ lächter, das war Alles.

Ein Mann packt den Stiel der Hellebarde, die der Oſficier nicht loslaſſen will. Damit er ſie loslaſſe, beißt er ihn in die Hand.

Der Officier reißt die Hellebarde aus den Händen ſeines Gegners, packt mit den ſeinigen zwei Fuß weit auseinander den eichenen Stiel, läßt mit ſeiner ganzen

Ange Pitou. l. 7