Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 9.-12. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Ho! ho! rief Pitou erſtaunt,Sie glauben, ſie werden dies Alles frei geben?

Oh! ſagte Billok leuchtend,das iſt die glän⸗

zende Freiheit. Hernach aber, wenn wir Alle frei ſind, was wer⸗

den wir thun?

Ah! verſetzte Billot ein wenig verlegen,was wir

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thun werden? man wird ſehen. Ohl das iſt das äußerſte Wort, rief Gilbert.Man wird ſehen! Er ſtand mit einer düſteren Miene auf und ging einige Augenblicke ſtillſchweigend auf und ab; dann kehrte er zum Pächter zurück, nahm deſſen ſchwielige

Hand mit einem Ernſte, der einer Drohung glich, und

ſprach: Ja, man wird ſehen. Ja, wir werden ſehen.. wir werden Alle ſehen, Du wie ich, ich wie ich, ich wie er. Und daran dachte ich gerade vorhin, als Du bei mir die Kaltblütigkeit fandſt, die Dich ſo ſehr in Erſtaunen geſetzt hat.

Sie erſchrecken mich! das Volk einig, ſich um⸗ fangend, ſich gegenſeitig anſchließend, um zur allge⸗ meinen Wohlfahrt beizutragen, das iſt ein Gegenſtand, der Sie verdüſtert, Herr Gilbert?

Dieſer zuckte die Achſeln.

Dann fuhr Billot ſeinerſeits fragend fort:

Was werden aber Sie von Ihnen ſelbſt ſagen, wenn Sie heute zweifeln, nachdem ſie Alles in der alten Welt, der neuen die Freiheit gebend, vorbereitet haben?

Billot, erwiederte Gilbert,Du haſt, ohne es zu vermuthen, ein Wort ausgeſprochen, das der Sinn des Räthſels iſt. Dieſes Wort, das Lafayette aus⸗ ſpricht und das Niemand vielleicht, mit ihm anzufan⸗ gen, begreift, ja, wir haben der neuen Welt die Frei⸗ heit gegeben.

Ihr Franzoſen. Das iſt ſchön!