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„Das iſt richtig,“ antwortete Billot heldenmüthig. „Gut, es ſei, man wird ſie bezahlen.“
„Bei Gott!“ ſprach Gilbert,„Sie ſind ein überzeug⸗ ter Mann, und Ihre Antwort hat nichts, was mich in Erſtaunen ſetzt. Aber diejenigen, welche nicht über⸗
zeugt ſind.
„Diejenigen, welche es nicht find?“
„Ja, was werden ſie thun?“
„Sie werden Widerſtand leiſten,“ ſprach Billot mit einem Ton, welcher ſagen wollte, er würde kräftig widerſtehen, wenn man von ihm den vierten Theil ſeines Einkommens verlangte, um ein ſeiner Ueberzeu⸗ gung entgegengeſetztes Werk zu vollbringen.
„Dann Kampf,“ verſetzte Gilbert.
„Doch die Majorität...“
„Vollenden Sie, mein Freund.“
„Die Majorität iſt da, um ihren Willen auf⸗ zulegen.“
„Alſo Unterdrückung.“
Billot ſchaute Gilbert Anfangs mit Zweifel an; dann glänzte ein verſtändiger Blitz in ſeinem Auge.
„Warten Sie, Billot,“ ſprach der Doctor,„ich weiß⸗ was Sie mir ſagen wollen. Die Adeligen und die Geiſtlichkeit haben Alles, nicht wahr?“
„Das iſt gewiß. Auch die Klöſter...“
„Die Klöſter?“
„Die Klöſter haben Ueberfluß.“
„Notum certumque,“ brummte Pitou.
„Die Adeligen bezahlen keine verhältnißmäßige Abgaben. So bezahle ich, ein Pächter, mehr als das Doppelte der Steuern, welche die drei Brüder von Charny, meine Nachbarn, bezahlen, welche mit einander mehr als zweimalhunderttauſend Livres Einkünfte haben.“
„Aber ſprechen Sie,“ fuhr Gilbert fort,„glauben Sie, die Adeligen und die Prieſter ſeien weniger Fran⸗ zoſen als Sie?“
Piton ſpitzte die Ohren bei dieſen Worten, welche


