Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 9.-12. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Oh! nein, bleibe, ſprach der Doctor,Du biſt jung, höre.

Pitou öffnete die Ohren in gleichem Umfang mit der Größe ſeiner Augen.

Es war ein ſeltſames Schauſpiel, das Schauſpiel einer ſolchen geheimen Verſammlung, gehalten von dieſen drei Perſonen im Cabinet von Gilbert, bei einem von Briefen, Papieren, friſchen Druckſchriften und Zeitungen überladenen Tiſch, vier Schritte von einer Thüre, welche, ohne eindringen zu können, Bittſteller und Kläger, zurückgehalten von einem beinahe blinden und einarmigen alten Schreiber, belagerten.

Ich höre, ſagte Billot;erklären Sie ſich, Herr. Warum wird Alles ſchlecht endigen?

Billot, wiſſen Sie, was ich in dieſem Augen⸗ blicke mache, mein Freund?

Sie ſchreiben Zeilen.

Aber der Sinn dieſer Zeilen, Billot?

Wie, ich ſoll das errathen, ich, der ich nicht ein⸗ mal leſen kann?

Pitou erhob ſchüchtern den Kopf und warf einen Blick auf das Papier, das vor dem Doctor lag.

Das ſind Ziffern, ſagte er.

Ja, das ſind Ziffern. Nun denn! dieſe Ziffern ſind zugleich der Ruin und das Heil von Frankreich.

Ah! machte Billot.

Ah! ah! wiederholte Pitou.

Morgen gedruckt, werden dieſe Ziffern, fuhr der Doctor fort,im Palaſte des Königs, im Schloſſe der Adeligen und in den Hütten der Armen den vierten Theil von ihren Einkünften fordern.

Wie? machte Billot.

Oh! meine arme Tante Angélique, murmelte Piton,was für ein Geſicht wird ſie ſchneiden.

Was ſagen Sie hiezu, mein Braver, fuhr Gilbert fort.Man macht Revolutionen, nicht wahr? Nun, man bezahlt ſie!

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