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bin angenommen worden, ohne daß Eure Majeſtät mit Recht den geringſten Verdacht hinſichtlich meiner Fähig⸗ keit oder meines Eifers faſſen kann. Ich bin haupt⸗ ſächlich politiſcher Arzt, Madame, empfohlen durch Herrn Necker. Was das Uebrige betrifft, wenn der König je meiner Wiffenſchaft bedarf, ſo werde ich ihm ein guter phyſiſcher Arzt ſein, ſo weit das menſchliche Wiſſen dem Werke des Schöpfers zu nützen vermag. Was ich aber beſonders dem König ſein werde, Ma⸗ dame— außer dem guten Rath und dem guten Arzt— das iſt ein guter Freund.“
„Ein guter Freund!“ rief die Königin mit einem neuen Ausbruch von Verachtung;„Sie, mein Herr, ein Freund des Königs!“
„Sicherlich,“ antwortete Gilbert ruhig;„warum nicht, Madame?“
„Ah! ja, immer kraft Ihrer geheimen Gewalten, mit Hülſe Ihrer verborgenen Wiſſenſchaft,“ murmelte ſie.„Wer weiß? wir haben die Jacques und die Maillotin geſehen; wir kehren vielleicht zum Mittel⸗ alter zurück! Sie rufen die Liebestränke und die Zauber⸗ mittel wieder in's Leben. Sie werden Frankreich durch die Magie regieren; Sie werden Fauſt oder Nicolas Flamel ſein.“
„Ich habe dieſe Anmaßung nicht, Madame.“
„Ei! daß Sie ſie nicht haben, mein Herr! Wie viel Ungeheuer, noch grauſamer als die der Gärten von Armida, noch grauſamer als Cerberus, würden Sie auf der Schwelle unſerer Hölle einſchläfern!
Als ſie das Wort ſprach: Sie würden einſchlä⸗ fern, heftete die Königin ihren Blick forſchender als je auf den Doctor.
Diesmal erröthete Gilbert unwillkürlich.
Das war eine unbeſchreibliche Freude für Marie Antoinette. Sie fühlte, daß diesmat der Schlag, den ſie gethan, eine wahre Wunde gemacht hatte.
„Denn ſie ſchläfern ein,“ fuhr ſie ſort;„Sie, der


