Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 5.-8.Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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„Werden Sie ſich wohl entſchließen, mir zu ſagen, woher Sie ihn kennen?“

„Madame, ich habe ſeine Werke geleſen, und da mich ſeine Werke auf den Verfaſſer neugierig gemacht hatten, ſo ließ ich ihn mir dieſen Morgen zeigen.“

„Ah!“ verſetzte die Königin mit einem unbeſchreib⸗ lichen Ausdruck von Hochmuth und zugleich von Zu⸗ rückhaltung,„ah! es iſt gut, da Sie ihn kennen, ſo ſagen Sie ihm, ich ſei leidend, und ich wünſche ihn zu ſehen.“

Die Königin ließ mittlerweile ihre Frauen ein⸗

treten, zog ein Morgenkleid an und brachte ihre Coiffure

wieder in Ordnung.

XXXl. Der Arzt des Königs.

Einige Minuten, nachdem die Königin ihr Be⸗ gehren ausgeſprochen, das diejenige, gegen welche ſie es geäußert, ſogleich vollzogen hatte, erſchien Gilbert, erſtaunt, leicht beunruhigt, tief bewegt, doch ohne daß ſich etwas auf der Oberfläche kundgab, vor Marie Antoinette..

Die edle und ſichere Haltung, die ausnehmende Bläſſe des Mannes der Wiſſenſchaft und der Einbil⸗ dungskraft, dem das Studium eine zweite Natur macht,

eine Bläſſe noch erhöht durch den ſchwarzen Anzug

ves dritten Standes, den zu tragen nicht nur alle Ab⸗

geordneten dieſes Standes, ſondern auch die Männer,

welche die Grundſätze der Revolution angenommen hatten, ſich zur Pflicht machten; die feine, weiße Hand des Operateur in der einfachen gefältelten Muuſſe⸗ line, das ſo feine, ſo elegante, ſo wohl geformte Bein, daß Keiner am Hofe ein beſſer modellirtes den Kennern