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flößen, ihn zubewundern, den außerordentlichen Mann, der, durch ein Veibrechen, ſein gemeines Blut in das ariſto⸗ kratiſchſte Blut Frankreichs ergoſſen hatte; dieſen Mann, der, wie es ſchien, die Revolution hatte machen laſſen, damit man ihm die Baſtille öffne, in der er ohne dieſe Revolution ewig vergeſſen gelernt hätte, daß ein Mann vom Bürgerſtand ſich nicht erinnern darf.
Durch dieſe fortziehende Folge ihrer Gedanken kam die Königin auf die politiſchen Schmerzen zurück und ſah auf einem und demſelben Haupte die Verantwort⸗ lichteit für Alles, was ſie gelitten, ſich anhäufen.
Der Urheber der Volfsrevolution, welche die könig⸗ liche Gewalt durch die Zertrümmerung der Baſtille er⸗ ſchüttert hatte, war alſo Gilbert, deſſen Grundſätze den Billot, den Maillard, den Elie, den Hullin die Waffen in die Hände gegeben.
Gilbert war alſo zugleich ein giftiges und ein er⸗ ſchreckliches Geſchöpf, giftig, denn er hatte Andrée als Liebender zu Grunde gerichtet, erſchrecklich, denn er hatte die Baſtille als Feind zertrümmern helfen.
Man mußte ihn alſo kennen, um ihn zu vermei⸗ den, oder noch beſſer, ihn kennen, um ſich ſeiner zu bedienen.
Man mußte um jeden Preis dieſen Mann ſprechen, ihn in der Nähe ſehen, ihn durch ſich ſelbſt beurtheilen.
Die Nacht war zu zwei Dritteln vorüber, es ſchlug prei Uhr, die Morgendämmerung vleichte die Gipfel der Bäume des Parkes von Verſailles und die Spitzen der Statuen.
Die Königin hatte die ganze Nacht ohne zu ſchla⸗ ſen zugebracht; ihr umherirrender Blick verlor ſich in den von einem mattweißlichen Lichte gleichſam ge⸗ wiſchten Alleen.
Ein ſchwerer und brennender Schlaf bemächtigte ſich allmälig der unglücklichen Frau.
Sie ſiel, den Hals zurückgeworfen, auf die Lehne eines Fauteuil beim offenen Fenſter nieder.


