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Das waren auf der Seite des politiſchen Unglücks die Schmerzen dieſer Königin, welche bei gewiſſen Wan⸗ delungen ihres Nachſinnens, wie man eine Schlange aus dem Heidekraut, wo ſie unſer Fuß erweckt hat, hervor⸗ kommen fühlt, aus der Tiefe ihrer Leiden der Königin die Verzweiflung der Frau, die ſich weniger geliebt fl wenn ſie es zu viel geweſen iſt, auftauchen fühlte.
Charny hatte das, was wir ihn ſagen hörten, nicht aus Ueberzeugung, ſondern aus Müdigkeit geſagt; er hatte, wie ſo viele Andere, zum Ueberdruß aus dem⸗ ſelben Becher mit ihr die Verleumdungen getrunken. Charny, der zum erſten Mal mit ſo ſanften Worten von ſeiner Frau, einem bisher von ihrem Manne ver⸗ geſſenen Geſchöpf, geſprochen, hatte Charny bemerkt, daß dieſe noch junge Frau immer ſchön war? Und bei dieſem einzigen Gedanken, der ſie brannte wie der ver⸗ zehrende Biß der Natter, erkannte Marie Antvinette mit Erſtaunen, das Unglück ſei nichts gegen den Kummer.
Denn was das Unglück nicht hatte machen können, bewirkte der Kummer bei ihr. Die Frau ſprang wüthend aus dem Lehnſtuhl auf, in dem ſich kalt und ſchwankend, dem Unglück in's Geſicht ſchauend, die Königin gehal⸗ ten hatte.
Das ganze Verhängniß dieſes vom Leiden bevor⸗ zugten Geſchöpfs enthüllte ſich in der Seelenlage von Marie Antoinette während dieſer Nacht.
Wie zugleich dem Unglück und dem Kummer ent⸗ gegen, fragte ſie ſich mit unabläſſig wieder entſtehenden Beängſtigungen; ſollte man ſich entſchließen, das könig⸗ liche Leben aufgebend, in der Mittelmäßigkeit glücklich zu leben; ſollte man zu ſeinem wahren Trianon und
zu ſeiner Hütte, zum Frieden des Sees und zu den
unbekannten Freuden der Sennerei zurückkehren; ſollte man dieſes ganze Volk ſich in die Fetzen des König⸗ thums theilen laſſen, einige geringfügige Parcellen ausgenommen, welche die Frau ſich würde mit den be⸗


