Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 5.-8.Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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ſucht nennt, ein ſcharfes Gift, das zugleich tauſend Wunden in einer verletzten Seele ſchwären macht.

Kummer in Gegenwart von Unglück, das war indeſſen etwas Untergeordnetes für die Logik.

Mehr aus einem Vernunftſchluß, als aus Bewußt⸗ ſein, mehr aus Nothwendigkeit, als aus Inſtinet, über⸗ ließ auch Marie Antvinette zuerſt ihre Seele den ern⸗ ſten Gedanken über die Gefahr der politiſchen Lage.

Wohin ſich wenden: Haß und Ehrgeiz ſich gegen⸗ über; Schwäche und Gleichgültigkeit an ihrer Seite. Zu Feinden Leute, die, nachdem ſie mit der Verleum⸗ dung angefangen, nun zu den Rebellionen kamen.

Leute, die folglich vor nichts zurückweichen würden.

Zu Vertheidigern, wir ſprechen wenigſtens vom größten Theil, Menſchen, die ſich daran gewöhnt hatten, Alles zu ertragen, und die folglich die Tiefe der Wun⸗ den nicht fühlen würden.

Leute, welche zögern würden, einen Gegenſchlag zu thun, aus Furcht, Lärmen zu machen.

Man mußte alſo Alles in der Vergeſſenheit begra⸗ ben, ſich den Anſchein geben, als vergäße man, und ſich erinnern, ſich den Anſchein geben, als verziehe man, und nicht verzeihen.

Das war nicht würdig einer Königin von Frank⸗ reich, das war beſonders nicht würdig einer Tochter von Maria Thereſta, dieſer Frau von Herz.

Kämpfen! kämpfen! das war der Rath des empör⸗ ten königlichen Stolzes; aber kämpfen, war das klug? Beſänftigt man die Leidenſchaften des Haſſes mit ver⸗

goſſenem Blut? war er nicht erſchrecklich, der Name:

die Oeſterreicherin? mußte man ihn, um ihn einzu⸗

weihen, wie es Iſabeau und Catherine von Medicis

mit dem ihrigen gethan hatten, dadurch einweihen, daß

man ihm die Taufe einer allgemeinen Schlächterei gab? Und dann war, wenn Charny wahr geſprochen, der

Erfola zweifelhaft.

Kämpfen und beſiegt werden

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