Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 5.-8.Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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den Blick ab, ſie, die Frau, ſie, deren Aufgabe es geweſen wäre, dieſe Frau zu ſtärken, zu tröſten, verließ ſie.

Charny hob Andrée in ſeinen kräftigen Armen auf, obgleich ſie ſich zur Wehre zu ſetzen ſuchte, wandte ſich gegen die Königin um, welche immer noch ſteif und eiskalt da ſtand, und ſagte:

Verzeihen Sie, Madame es hat ſich ohne Zweifel etwas Außerordentliches ereignet. Frau von Charny hat nicht die Gewohnheit, in Ohnmacht zu fallen, und es iſt heute das erſte Mal, daß ich Sie des Bewußtſeins beraubt ſehe.

Sie muß alſo ſehr leiden, ſagte die Königin, zu der dumpfen Idee, Andrée habe das ganze Geſpräch gehört, zurücktehrend.

Ja, ohne Zweifel leidet ſie, erwiederte der Graf, und darum bitte ich Eure Majeſtät um Erlaubniß, ſte in ihre Wohnung bringen zu laſſen. Sie bedarf der Pflege ihrer Frauen.

Thun Sie das, ſprach die Königin, die Hand nach einer Klingel ausſtreckend.

Doch als das Glöckchen ertönte, erſtarrte Andrée und rief in ihrem Wahnwitz.

Oh! Gilbert! dieſer Gilbert!

Bei dieſem Namen bebte die Königin, und der Graf legte erſtaunt ſeine Frau auf ein Sopha.

In dieſem Augenblick trat der durch das Geräuſch der Klingel herbeigerufene Diener ein.

Nichts, ſagte die Königin; und ſie winkte ihm mit der Hand, daß er ſich entferne.

Als ſie allein waren, ſchauten der Marquis und die Königin einander an. Andrée hatte die Augen wieder geſchloſſen und ſchien von einer neuen Kriſe befallen.

Herr von Charny kniete am Sopha und hielt ſie darauf feſt.

Gilbert, wiederholte die Königin,was für ein Name iſt das? 5.