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ſeine Hand unbekannte Waffe ſchwingend, unter dem Kartätſchenhagel ſang, was unſere braven Grenadiere nicht immer thun. Eil Madame, ei! meine Königin, ich bitte Sie inſtändig, ſchauen Sie mich nicht mit dieſen zornigen Augen an. Was iſt ein Grenadier? Es iſt ein blauer verbrämter Rock auf dem Herz, von dem ich ſo eben ſprach. Was iſt der Kugel, welche durchbohrt und tödtet, daran gelegen, ob das Herz mit blauem Tuch oder mit einem Fetzen Zwillich bedeckt iſt; was liegt dem Herzen, das bricht, daran, ob der Panzer, der es beſchützte, von Trillich oder von Tuch war? Die Zeit iſt gekommen, an Alles das zu denken, Madame; Sie haben nicht mehr fünf und zwanzig Millionen Sklaven in Franfreich; Sie haben nicht mehr fünf und zwanzig Millionen Unterthanen, Sie haben ſogar nicht mehr fünf und zwanzia Millionen Menſchen, Sie haben fünf und zwanzig Millionen Soldaten.“ „Die gegen mich kämpfen werden, Graf?“ „Ja, gegen Sie, denn ſie kämpfen für die reiheit, und Sie ſtehen zwiſchen ihnen und der Freihett.“ Ein langes Stillſchweigen folgte auf dieſe Worte des Grafen. Die Königin brach es zuerſt. „Nun,“ ſprach ſie,„die Wahrheit, die ich Sie mir nicht zu ſagen bat, Sie haben ſie mir alſo geſagt?“ „Ach! Madame.“ antwortete Charny,„unter wel⸗ cher Form ſie meine Ergebenheit auch verbirgt, unter welchem Schleier ſie auch meine Ehrfurcht erſtickt, wider meinen Willen, wider Ihren Willen, ſchauen Sie, hören Sie, fühlen Sie, betaſten Sie, denken Sie, träumen Sie: die Wahrheit iſt da, Madame, ewig da, und Sie werden ſie nicht mehr von Ihnen trennen, wie ſehr Sie ſich auch anſtrengen mögen! Schlafen Sie, ſchlafen Sie, um zu vergeſſen, und ſie wird ſich zu Ihlen Häupten ſtzen, und es wird das Geſpenſt Ihrer Träume, die Wirklichkeit Ihres Erwachens ſein.“ „Oh Graf,“ ſagte die Königin ſtolz,„ich kenne einen Schlaf, den ſie nicht ſtören wird.“


