Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 5.-8.Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Heute, fuhr der Graf unerſchrocken fort,heute glaube ich, vaß mein Poſten nicht mehr in den Tuilerien, ſondern in Verſailles iſt. Wohl denn! möge es der Königin nicht mißfallen, ich habe mein Gebot verletzt, ſelbſt meinen Dienſt gewählt, und hier bin ich. Mag Frau von Charny vor den Ereigniſſen bange haben oder nicht, mag ſie emigriren wollen oder nicht, ich bleibe bei der Königin wenn nicht etwa die Königin meinen Degen zerbricht; in welchem Fall ich, da ich nicht mehr das Recht habe, für ſie im Gemach in Verſailles zu kämpfen, zu ſterben, ich immer noch das haben werde, mich vor der Thüre, auf dem Pflaſter tödten zu laſſen.

Der junge Mann ſprach ſo muthig, ſo bieder dieſe einfachen, aus dem Herzen gekommenen Worte, daß die Königin von ihrem Stolze herabfiel, hinter den zurück⸗ gezogen ſie ein mehr menſchliches, als königliches Ge⸗ fühl verborgen hatte⸗

Graf, erwiederte ſie,ſprechen Sie nie dieſes Wort aus, ſagen Sie nicht, Sie werden für mich ſterben, denn wahrhaftig, ich weiß, daß Sie es thun werden, wie Sie es ſagen.

Oh! ich werde es im Gegentheil immer ſagen, rief Herr Charny.Ich werde es Allen und überall ſagen; ich werde es ſagen, wie ich es thun werde, weil, ich vefürchte es, die Zeit gekommen iſt, wo alle

diejenigen ſterben müſſen, welche die Könige der Eide

geliebt haben.

Graf! Graf! was gibt Ihnen denn dieſe unſeligen Ahnungen?

Ach! Madame, erwiederte Charnh, den Kopf ſchüttelnd,zur Zeit des leidigen amerikaniſchen Kriegs bin ich auch von dem Unabhängigkeitsfirber befallen geweſen, das die ganze Geſellſchaft durchlaufen hat. Ich wollte auch einen thätigen Antheil an der Eman⸗ tipation der Sflaven nehmen, wie man zu jener Zeit ſagte, und ließ mich als Maurer aufnehmenz ich ſchloß