96
Er hielt alſo, wie geſagt, plötzlich inne, beſchämt über die Wirkung, die er hervorgebracht.
Doch es war zu ſpät. Die Königin hatte ſchon ſeine Worte gleichſam im Fluge aufgefangen.
„Sie kennen die Lage, mein Herr?“ fragte ſie mit freundlichem Tone.
„Ja, Eure Majeſtät,“ antwortete der junge Mann erröthend,„ich war auf den Champs⸗Elyſées.“
„Dann ſprechen Sie ohne Scheu, kommen Sie, mein Herr.“
Der junge Mann trat ganz erröthend aus den Reihen, die ſich öffneten, vor und näherte ſich der Königin.
Gleichzeitig wichen der Prinz von Lambescq und Herr von Bezenval zurück, als hätten ſie es unter ihrer Würde erachtet, dieſer Art von Rath beizuwohnen.
Die Königin merkte nicht auf ihren Rückzug oder ſchien nicht darauf zu merken.
„Sie ſagen, mein Herr, der König habe vierzig⸗ tauſend Mann?“ fragte ſie.
„Ja, Eure Majeſtät.“
„Um Paris?“
„In Saint⸗Denis, in Saint⸗Mandé, in Mont⸗ martre und in Grenelle.“
„Einzelnheiten, mein Herr,“ rief die Königin.
„Madame, die Herren von Lambeseg und von werden es Ihnen unendlich viel beſſer ſagen, als ich.“ „Fahren Sie fort, mein Herr. Ich höre gern die nzetheiten aus Ihrem Munde. Unter weſſen Befehl ſtehen dieſe vierzigtauſend Mann?“
„Vor Allem unter den Befehlen der Herren von Bezenval und Lambeseg, ſobann unter denen des Prin⸗ zen von Condé, des Herrn von Narbonne⸗Fritzlar und des Herrn von Salkenaym.
„Iſt das wahr, Prinz?“ fragte die Königin, ſich gegen Herrn von Lambescq umwendend.
e———
——
—


