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„Sodann?“
„Sodann las ich folgende Worte in der Gazette.
„Derjenige, welchen das Licht dreimal gerufen, kann ſich bei demjenigen einfinden, welcher es dreimal emporgehoben hat, er wird belohnt werden.““
„Das ſind in der That die eigenen Worte der Anzeige,“ ſagte der König.
„Und hier iſt die Anzeige ſelbſt,“ ſprach Gilbert, indem er aus ſeiner Taſche die Zeitung zog, in welche fünf Jahre vorher die Anzeige, an die er erinnert hatte, eingerückt worden war.
„Gut, ſehr gut,“ ſprach der König,„ich habe lange auf Sie gehofft. Sie erſcheinen in dem Augenblick, wo ich Sie zu erwarten aufgehört hatte. Seien Sie willkommen, denn Sie erſcheinen wie die guten Sol⸗ daten, im Augenblick des Kampfes.“
Dann ſchaute er Gilbert noch aufmerkſamer an und fügte bei:
„Wiſſen Sie, mein Herr, daß es für einen König nichts Gewöhnliches iſt, die Abweſenheit eines Men⸗ ſchen, zu dem man geſagt hat: kommen Sie, um eine Belohnung in Empfang zu nehmen, und der nicht kommt?“
Gilbert lächelte.
„Laſſen Sie hören,“ ſprach Ludwig XVI.,„warum ſind Sie nicht gekommen?“
„Weil ich keine Belohnung verdiente, Sire.“
„Wie ſo?“
„Ein geborener Franzoſe, mein Vaterland liebend, eiferſüchtig auf ſeine Wohlfahrt, meine Individualität mit der von dreißig Millionen Menſchen, meinen Mit⸗ bürgern, verſchmelzend, arbeitete ich für mich, indem ich für ſie arbeitete. Sire, man iſt nicht immer einer Belohnung würdig, weil man ſelbſtſüchtig iſt.“
„Parador, mein Herrz Sie hatten einen andern Grund.“
Gilbert erwiederte nichts.


