nung der Truppen, die Bildung einer Bürgergarde, und ſeine Gegenwart in Paris verlangt hatte. Ludwig hatte kalt angehört, und dann geantwortet, die Lage der Dinge bedürfe der Erleuchtung, und er werde dieſe Lage mit ſeinem Rathe in Ueberlegung ziehen. Er berathſchlagte auch. Während dieſer Zeit warteten die Abgeordneten in der Gallerie und ſahen durch die maktgeſchliffenen Gläſer der Thüren das Spiel der wachſenden Schatten
der königlichen Räthe und ihre drohenden Bewegungen.
Durch das Studium dieſer Art von Phantas⸗ magorie konnten fie errathen, die Antwort werde ſchlecht
ſein.
Der König beſchränkte ſich in der That darauf, daß er antwortete, er werde die Chefs für die Bürger⸗ miliz ernennen und den Truppen vom Marsfelde Be⸗ fehl geben, ſich zurückzuziehen.
Was ſeine Gegenwart in Paris betraf, ſo wollte er der aufrühreriſchen Stadt dieſe Gunſt nicht eher gewähren, als bis ſie ſich völlig unterworfen hätte.
Die Deputation bat, flehte, beſchwor. Der König erwiederte, ſein Herz ſei zerriſſen, aber er vermöge nicht mehr.
Und zufrieden mit dieſem augenblicklichen Triumphe, mit dieſer Kundgebung einer Gewalt, die er ſchon nicht mehr beſaß, kehrte der König in ſeine Gemächer zurück.
Er fand hier Gilbert. Der Garde⸗du⸗corps war bei ihm.
„Was will man von mir?“ fragte der König.
Der Garde⸗du⸗corps näherte ſich ihm, und während er ſich bei Ludwig XVI. entſchuldigte, daß er gegen das Verbot gefehlt, betrachtete Gilbert, der ſeit langen Jahren den König nicht mehr geſehen, ſtillſchweigend dieſen Mann, den Gott zum Lootſen Frankreich im


