paſſiren, ſo laſſen Sie uns, glauben Sie mir, das der vornehmen Herren wählen. Ich liebe die Gleichheit, welche erhebt, und nicht die, welche erniedrigt.“
„Und Sie ſtehen uns für Lafayette?“
„So lange man nur Ehre, Muth, Aufopferung von ihm verlangen wird, ja.“
„Nun, ſo reden Sie alſo, was wünſchen Sie?“
„Einen Einführungsbrief für Seine Majeſtät, den König Ludwig XVI.“
„Ein Mann von Ihrem Verdienſt bedarf keines Einführungsbriefes; er ſtellt ſich ſelbſt vor.“
„Nein, es ſagt mir zu, Ihr Geſchöpf zu ſein; es entſpricht meinen Plänen, von Ihnen vorgeſtellt zu werden.“
„Und wonach trachten Sie?“
„Einer der Quartal⸗Aerzte des Königs zu werden.“
nigin?“
„Bin ich einmal beim König, ſo iſt das meine Sache.“
„Doch wenn ſie Sie verfolgt?“
„Dann werde ich machen, daß der König einen Willen hat.“
„Einen Willen der König? Sie werden mehr als ein Menſch ſein, wenn Sie das machen.“
„Derjenige, welcher den Leib lenkt, iſt ein großer gelingt es ihm nicht eines Tags, den Geiſt zu lenken.“
„Glauben Sie aber nicht, es ſei ein ſchlechter
„Oh! nichts kann leichter ſein. Doch die Kö⸗
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Vorgang, um Arzt des Königs zu werden, daß man
in die Baſtille eingeſperrt geweſen iſt?“
„Bin ich nicht Ihrer Anſicht nach wegen des Ver⸗ brechens der Philoſophie verfolgt worden?“
„Das befürchte ich.“
„Dann ſtellt der König ſeine Ehre wieder her, der König macht ſich beim Volke beliebt, indem er zum Arzte einen Zögling von Rouſſeau, einen Partei⸗


