Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 5.-8.Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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vaß er der Baronin folgte, welche nun ſehr raſch auf das Schloß zuging.

Man fand vor der Fagade denſelben Lackei, welcher Gilbert empfangen hatte. Frau von Stasl machte ihm ein Zeichen, öffnete ſelbſt die Thüren und führte Gilbert in ihr Cabinet, einen reizenden, mehr männlichen, als weiblichen Winkel, deſſen zweite Thüre und zwei Fenſter auf ein nicht nur für fremde Perſonen, ſondern auch für fremde Ohren unzugängliches Gärtchen gingen.

Hier angelangt, ſchloß Frau von Staöl die Thüre wieber, wandte ſich gegen Gilbert um und ſagte:

„Mein Herr, im Namen der Menſchlichkeit fordere ich Sie auf, mir zu ſagen, was das meinem Vater mht Geheimniß iſt, welches Sie nach Saint⸗Ouen ührt.“

„Madame,“ erwiederte Gilbert,„wenn Ihr Herr Vater mich hier hören könnte, wenn er wiſſen könnte, daß ich der Mann bin, der dem König die geheime Denkſchrift betitelt: Ueber die Lage der Ideen und des Fortſchrittes, überſchickt hat, ich bin feſt überzeugt, der Herr Baron von Necker würde auf der Stelle erſcheinen und zu mir ſagen:„„Doctor Gilbert, was wollen Sie von mir? ſprechen Sie, ich höre Sie.““

Bilbert hatte dieſe Worte noch nicht vollendet, als eine in einer Füllung, von Vanloo gemalt, verborgene Thüre ſich geräuſchlos öffnete und der Baron von Necker lächelnd auf der Schwelle einer kleinen Wendeltreppe erſchien, von deren Höhe herab man das Licht einer Lampe fallen ſah.

„Da grüßte die Baronin von Stasl Gilbert, küßte ihren Vater auf die Stirne, nahm den Weg, auf dem er gekommen war, ſtieg die Treppe hinauf, ſchloß die Füllung und verſchwand.

Necker wat auf Gilbert zugegangen; er reichte ihm die Hand und ſprach:

„Hier bin ich, Herr Gilbert; was wollen Sie von mir? Ich höre Sie.“