Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 5.-8.Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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„Wahrhaftig, mein Herr, Sie erſchrecken mich,“ ſagte Frau von Stasl,„und ich fange in der That an zu glauben, daß mein Vater eine Unklugheit begangen

„Was wollen Sie, Madame, nicht wahr, die Dinge ſind nun einmal ſo? Ich habe mich nur noch auf das Demüthigſte der Störung wegen, die ich Ihnen verur⸗ ſacht, zu entſchuldigen. Leben Sie wohl, Madame.“

Doch die Baronin hielt ihn zurück und ſprach:

„Ich ſage Ihnen, mein Herr, daß Sie mich er⸗ ſchrecken, Sie ſind mir eine Erklärung über dies Alles, etwas, was mich beruhigt, ſchuldig.“

„Ah! Madame, ich habe in dieſem Augenblick ſo viele perſönliche Intereſſen zu überwachen, daß es mir durchaus unmöglich iſt, an die der Anderen zu denkenz es handelt ſich um mein Leben und um meine Ehre, wie es ſich um das Leben und die Ehre von Herrn von Necker handeln würde, wenn er ſogleich hätte die Worte hören können, die ich ihm in zwanzig Stunden ſagen werde.“

„Mein Herr, erlauben Sie mir, mich eines Um⸗ ſtandes zu erinnern, den ich zu lange vergeſſen habe: daß nämlich ſolche Fragen nicht unter dem freien Himmel,

in einem Parke, im Bereiche der Ohren Aller verhan⸗

delt werden ſollen.“

„Madame, ich nehme mir die Freiheit, Ihnen zu erwiedern, daß ich bei Ihnen bin, und daß Sie folg⸗ lich den Ort gewählt haben, wo wir find. Was wollen Sie? Ich bin zu Ihren Befehlen.“

„Sie ſollen mir den Gefallen thun, dieſes Geſpräch in meinem Cabinet zu beendigen.“

„Ah! ah!“ ſagte Gilbert zu ſich ſelbſt,„wenn ich ſie nicht in Verlegenheit zu bringen befürchtete, würde ich ſie fragen, ob ihr Cabinet in Brüſſel ſei.“

Doch er fragte nichts und beſchränkte ſich darauf,

wanzig Stunden zwiſchen ſich und die Ereigniſſe, zwi⸗ ſen die Hand und das Ziel gelegt.“

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