Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Dritte Abteilung, Ange Pitou : 5.-8.Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Doch wenn man nicht darauf Acht gibt, ſo wird ihn etwas tödten. Was denn? rief Gilbert. Die Arbeit, zu der Sie ihn ermahnen. Die Arbeit? Ja, mein Herr, die Arbeit. Würden Sie ihn an ſeinem Pulte ſehen, die Arme gekreuzt, die Naſe im Wörterbuch, das Auge ſtärr Arbeitend oder träumend? fragte Gilbert. Arbeitend; den guten Ausdruck, die antike Wen⸗ dung, die griechiſche oder lateiniſche Form ganze Stun⸗

den lang ſuchend; und ſehen Sie, gerade in dieſem

Augenblick...

Der junge Menſch, obgleich ſein Vater ſich kaum ſeit fünf Minuten von ihm entfernt, obgleich Billot kaum die Thüre hinter ſich zugemacht hatte, war in eine Art von Träumerei verſunken, welche der Erxtaſe

lich. Iſt er oft ſo? fragte Gilbert mit Beſorgniß. Mein Herr, ich könnte beinahe ſagen, das ſei ſein gewöhnlicher Zuſtand. Sehen Sie, wie er ſucht. Sie haben Recht, Herr Abbé, und wenn Sie ihn ſo ſuchen ſehen, müßten Sie ihn zerſtreuen. Das wäre Schade, denn es gehen aus ſeiner

Arbeit Compoſitionen hervor, welche unſerer Anſtalt

die größte Ehre machen werden. Ich prophezeie, daß dieſer Knabe in drei Jahren alle Preiſe beim Concurs davon trägt.

Geben Sie wohl Acht, ſagte der Doctor,dieſe Art von Abſorption des Geiſtes, in welche Sie Se⸗ baſtian verſunken ſehen, iſt eher ein Beweis von Schwäche, als von Stärke, ein Symptom von Krankheit, als von Geſundheit. Sie hatten Recht, Herr Abbé, man darf dem Knaben die Arbeit nicht zu ſehr empfehlen, oder man muß wenigſtens die Arbeit von der Träumerei zu unterſcheiden wiſſen.

Mein Herr, ich verſichere Sie, daß er arbeitet.

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