Piton eilte ihm nach und hatte ihn mit ſeinen
langen Beinen bald eingeholt.
Es war das Regiſter vom Jahre 1789.
Die Unterhandlung dauerte nicht lange. Piton gab ſich als Sieger zu erkennen, erklärte, ein Gefange⸗ ner bedürfe des Regiſters, und der Straßenjunge trat es ihm ab und tröſtete ſich mit den Worten:
„Bah! ich werde ein anderes verbrennen.“
Pitou öffnete das Regiſter, ſuchte, blätterte, las, und fand, bei der letzten Seite angelangt, die Worte:
„Heute, am 9. Juni 1789, iſt der Herr G., Philo⸗ ſoph und ſehr gefährlicher Publiciſt, eingetreten; in den engſten Gewahrſam zu bringen.“
Er brachte das Regiſter dem Doctor.
„Herr Gilbert, iſt das nicht das, was Sie ſuchen?“
„Oh!“ rief der Doctor, das Regiſter ergreifend, „ja, das iſt es.“
Und er las die von uns erwähnten Worte.
„Wir wollen ſehen, von wem der Beſehl kommt.“
Und er ſuchte am Rande.
„Necker!“ rief er,„der Befehl, mich zu verhaften, von Necker, meinem Freunde, unterzeichnet. Oh! hier waltet ſicherlich ein Irrthum ob.“
„Necker iſt Ihr Freund?“ rief die Menge voll Ach⸗ tung, denn man erinnert ſich, welchen Einfluß dieſer Name auf das Volk übte.
„Ja, ja, mein Freund, ich behaupte es,“ ſagte der Doctor,„und Necker, davon bin ich feſt überzeugt, wußte nicht, daß ich im Gefängniß war. Doch ich will ihn aufſuchen und..
„Wo aufſuchen?“ fragte Billot.
„In Verſailles.“
„Herr Necker iſt nicht in Verſailles; Herr Necker iſt in der Verbannung.“ „Wo dies?“
„In Brüſſel.“ „Aber ſeine Tochter?“


