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„Unnöthig, mein Herr, ich habe das Derret in einem Journal geleſen.“
Und ſich an die Commiſſäre wendend fügte er bei:
„Ich hätte gewünſcht, man würde mir meinen Sohn während der zwei Stunden gelaſſen haben, die ich Sie
erwartend zubrachte: aus zwei grauſamen Stunden hätte
man mir zwei ſüße Stunden gemacht. Dieſe Behand⸗ lung iſt indeſſen eine Fortſetzung von dem, was ich ſeit vier Monaten erdulde... Ich will Ihnen folgen, nicht um dem Convente zu gehorchen, ſondern weil meine Feinde die Gewalt in der Hand haben!“
„Dann kommen Sie, mein Herr,“ ſagte Chambon.
„Ich verlange nur ſo viel Zeit, als ich brauche, um einen Heberrock über meinen Frack anzuziehen. Cléry, meinen Ueberrock!“
Cléry reichte dem König den verlangten Ueberrock, der haſelnußfarbig war.
Unten an der Treppe ſchaute der Gefangene mit Beſorgniß die Musketen, die Pieken, und beſonders die himmelblauen Reiter an, von deren Formation er nichts wußte; dann warf er einen letzten Blick auf den Thurm, und man ging ab.
Es regnete.
Der König ſaß in einem Wagen und machte die Fahrt mit ruhigem Geſichte.
Als er an den Thoren Saint⸗Martin und Saint⸗ Denis vorüberkam, fragte er, welches von beiden man einzureißen vorgeſchlagen habe.
Auf der Schwelle der Reitſchule legte ihm Santerre die Hand auf die Schulter, und führte ihn vor die Schranke, an denſelben Platz und auf daſſelbe Fauteuil,. wo er die Conſtitution beſchworen hatte.
Alle Deputirte waren im Augenblicke des Eintritts von Ludwig XVI. ſitzen geblieben; ein Einziger, als er an ihm vorüberging, ſtand auf und grüßte.


