ain res der ere on an ut⸗ ta⸗ nig en en,
ol⸗
uch
315
Die Verhandlung über den Proceß begann am 13. November.
Wer eröffnete ſie? wer machte ſich zum Schwert⸗ träger der Montagne? wer ſchwebte über der finſtern Verſammlung wie der Würgengel?
Ein junger Menſch, oder vielmehr ein Knabe von
vierundzwanzig Jahren, vor dem vorgeſchriebenen Alter
in den Convent geſchickt, den wir ſchon mehrere Male in dieſer Geſchichte haben erſcheinen ſehen.
Er war gebürtig aus einer der rauhſten Gegenden Frankreichs, aus der Nidvre; es lag in ihm der herbe, bittere Saft, der, wenn nicht die großen Menſchen, doch wenigſtens die gefährlichen Menſchen macht. Er war der Sohn eines aiten Soldaten, den dreißigjährige Dienſte bis zum St. Ludwigs⸗Orden erhoben, folglich geadelt und mit dem Chevaliertitel begabt hatten; er war trau⸗ rig, ernſt geboren; ſeine Familie hatte ein Gütchen im Departement der Aisne, in Blérancourt bei Noyon, und ſie bewohnte dieſes beſcheidene Beſitzthum, das noch lange nicht die goldene Mittelmäßigkeit des lateiniſchen Dich⸗ ters erreichte. Nach Rheims geſchickt, um die Rechte zu ſtudiren, machte er hier ſchlechte Studien und ſchlechte Verſe, ein ausſchweifendes Gedicht in der Manier des Orlando Furioſo und der Pucelle; 1789 ohne Erfolg gedruckt, wurde dieſes Gedicht ohne größeren Succeß 1792 wiedergedruckt.
Es drängte ihn, aus ſeiner Provinz wegzukommen⸗ und er ſuchte Camille Desmoulins, den glänzenden Jour⸗ naliſten, auf, der in ſeinen geſchloſſenen Händen die zu⸗ künftige Republik der unbekannten Dichter hielt; dieſer, ein erhabener Straßenjunge, voll Geiſt und Anmuth⸗ ſah eines Tages bei ſich eintreten einen hoffärtigen Schüler, voll Anmoßung und Pathos, mit langſamen, abgemeſ⸗ ſenen Worten, die eines um das andere wie die Tropfen eiſigen Waſſers, welche die Felſen durchdringen⸗ niederfielen, und zwar von einem Frauenmunde; was das Uebrige


