Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 27.-33. Bändchen (1855) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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woran man nicht gedacht hatte, oder woran man viel⸗ leicht zu viel gedacht hatte.

Dieſe Hausſuchungen hatten den Armen den Wohn⸗ ort der Reichen geöffnet; die bewaffneten Sectionäre, welche den Behörden folgten, hatten einen erſtaunten Blick in die ſeidenen und goldenen Tiefen der herrlichen Hotels, die ihre Eigenthümer noch bewohnten, oder von denen die Eigenthümer abweſend waren, werfen können.

Hievon, nicht die Begierde des Plünderns, ſondern eine Verdoppelung des Haſſes.

Man plünderte ſo wenig, daß Beaumarchais, der damals im Gefängniß war, erzählt, in ſeinen herrlichen Gärten am Boulevard Saint⸗Antoine habe eine Frau eine Roſe gepflückt, und man habe dieſe Fran ins Waſſer werfen wollen.

Und man bemerke wohl, dies geſchah in einem Augenblicke, wo die Commune decretirt hatte, die Sil⸗ berverkäufer ſollen mit dem Tode beſtraft werden.

So ſubſtitnirte ſich alſo die Commune der Nativ⸗ nalverſammlung; ſie decretirte die Todesſtrafe. Sie hatte Chaumette das Recht gegeben, die Gefängniſſe zu öffnen und die Gefangenen in Freiheit zu ſetzen; ſie maßte ſich das Begnadigungsrecht an. Sie hatte end⸗ lich befohlen, es ſoll an der Thüre jedes Gefängniſſes die Liſte der Verhafteten, die es enthielt, angeſchlagen werden: das war ein Aufruf zum Haſſe und zur Rache; Jeder bewachte die Thüre des Kerkers, wo ſein Feind eingeſchloſſen war. Die Nationalverſammlung ſah, an welchen Abgrund man ſie führte. Man war im Begriffe, ihr, wider ihren Willen, die Hände ins Blut zu tauchen.

Und wer dies? die Commune, ihre Feindin?

Es brauchte nur eine Gelegenheit, daß der Streit furchtbar zwiſchen den zwei Gewalten losbrach.

Ein neuer Eingriff der Commune rief die Gelegen⸗ heit hervor.

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