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ihm Widerſtand zu leiſten, hat dieſes arme Volk viel⸗ leicht eine Stütze in ſich ſelbſt? Diejenigen, welche es angebetet, diejenigen, welche es bereichert, diejenigen, welche es bezahlt hat, werden es vielleicht vertheidigen?
Nein.
Sein König conſpirirt mit dem Feinde und correſpon⸗ dirt vom Tempel aus, wo er eingeſchloſſen iſt, fortwäh⸗ rend mit den Oeſterreichern und den Preußen; ſein Adel marſchirt, unter ſeinen Prinzen organifirt, gegen das⸗ ſelbe; ſeine Prieſter ſtacheln die Bauern zur Empö⸗ rung auf.
Aus der Tiefe ihrer Kerker klatſchten die königlichen Gefangenen in die Hände bei den Niederlagen Frank⸗ reichs; die Preußen bei Longwy haben im Tempel und in der Abtei einen Freudenſchrei ausſtoßen gemacht.
Danton, der Mann der äußerſten Entſchlüſſe, iſt auch ganz brüllend in die Rationalverſammlung ein⸗ getreten.
Der Miniſter der Juſtiz hält die Juſtiz für machtlos und verlangt, daß man ihm die bewaffnete Macht gebe; und die Juſtiz wird dann, unterſtützt durch die bewaffnete Macht, marſchiren.
Er beſteigt die Tribune, ſchüttelt ſeine Löwen⸗ mähne und ſtreckt ſeine gewaltige Hand aus, welche am 10. Auguſt die Thore der Tnilerien geſprengt hat.
„Es braucht eine nationale Zuckung, um die Deſpo⸗ ten zurückgehen zu machen,“ ſagte er.„Bis jetzt haben wir nur einen Scheinkrieg gehabt; von dieſem elenden Spiele darf nun nicht mehr die Rede ſein. Das Volk muß ſich auf die Feinde ſtürzen, um ſie mit einem Schlage zu vertilgen; man muß zu gleicher Zeit alle Verſchwörer in Feſſeln ſchlagen, man muß ſie unſchädlich machen.“
Und Danton fordert das Aufgebot in Maſſe, die Hausſuchungen, die nächtlichen Rachforſchungen, mit To⸗
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